Das Bauernmuseum stellt ein wertvolles Zeugnis des ländlichen Lebens der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts dar, bewahrt in einem architektonisch faszinierenden Kontext: dem fünfzehnten Klosterhof des alten Abteigebäudes. Am 6. Oktober 2002 eröffnet und in den Räumen untergebracht, die einst den Zellen der Kamaldulenser-Mönche dienten, verbindet das Museum historische Erinnerung und gemeinschaftliche Identität.
Mit über tausend ausgestellten Objekten, die größtenteils von lokalen Familien stammen, vermittelt der museale Rundgang ein authentisches Bild der landwirtschaftlichen Zivilisation. Von der Bodenbearbeitung bis zum häuslichen Leben rekonstruiert jeder Raum Gesten, Werkzeuge und alltägliche Rhythmen einer mittlerweile verschwundenen Welt. Besonders eindrucksvoll sind die Säle, die den handwerklichen Berufen gewidmet sind, wo Gestalten wie der Schmied, der Zimmermann und der Schuhmacher Gestalt annehmen, Säulen der ländlichen Wirtschaft.
Der Besuch beginnt mit historischen Tafeln, die die Geschichte der Abtei erzählen und durch Jahrhunderte monastischer Präsenz bis hin zum Übergang zur Pfarrgemeinde führen. Das Museum ist nicht nur eine Ausstellung, sondern auch ein Bildungsort: Es beherbergt pädagogische Aktivitäten für Schulen und hält die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart lebendig.
Ein Besuch dieses Museums bedeutet, eine Reise in die kollektive Erinnerung anzutreten und den Wert von Arbeit, Solidarität und Selbstversorgung neu zu entdecken, die das Leben unserer Vorfahren geprägt haben.