Die Filmreihe zum Thema Rechte, bürgerschaftliches Engagement und Teilnahme findet im Garten des Museums Villa Bassi Rathgeb statt.
„La Grazia“, ein Film von Paolo Sorrentino, ist ein fiktives Porträt von Mariano De Santis, dem Präsidenten der Republik am Ende seiner Amtszeit. Seit acht Jahren verwitwet von seiner Frau Aurora, die ihm immer sehr fehlt, katholisch und Autor eines als Himalaya K3 bezeichneten Strafrechts-Handbuchs, hat er zwei Kinder: Dorotea, Juristin wie er, die stets an seiner Seite ist und ihm immer die Mahlzeiten auf eine gesunde Ernährung überprüft; Riccardo, Musiker (aber nicht klassischer Musik, wie er es sich erhofft hatte), lebt in Montréal. In den letzten Monaten seiner Amtszeit entdeckt er auch seinen Spitznamen „Armierungsbeton“. Aber vor allem steht er vor zwei moralischen Dilemmata. Das erste betrifft die Gnadenbitte für Isa Rocca, die ihren Mann im Schlaf nach langem Missbrauch umgebracht hat, und für Cristiano Arpa, der seine an Alzheimer erkrankte Frau getötet hat. Das zweite: Er weiß nicht, ob er das Gesetz über das Recht auf Sterbehilfe unterschreiben soll oder nicht. Das sind Zweifel, die ihn quälen, zusammen mit einer Vergangenheit, die immer wieder hochkommt und deren verborgene Wahrheiten er zu entdecken versucht.
Eintritt € 4,00, kostenlos bis zu 6 Jahren, solange Plätze vorhanden sind; unnummerierte Plätze.
Einlass zum Garten ab 20.30 Uhr.
Bei schlechtem Wetter werden die Vorführungen abgesagt.