Die Kirche der Geburt der Seligen Jungfrau Maria befindet sich in Boccon, einem Hügeldorf der Gemeinde Vo’, am Fuße des Monte Venda, im Herzen der Euganeischen Hügel. Sie ist eines der Hauptmerkmale des religiösen und identitären Lebens der Gemeinschaft, mit einer Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht.
Bereits im Jahr 1297 ist die Existenz einer Pfarrei bezeugt, die der Jungfrau Maria gewidmet war und auch die Jurisdiktion über die Kirchen von Cortelà und Castelnuovo hatte, was auf ihre alte kirchliche Bedeutung hinweist. Im Laufe der Jahrhunderte war die Kirche in die religiösen und institutionellen Ereignisse des Gebiets verwickelt, bis sie 1771 wieder der Diözese Padua unterstellt wurde, nach der Aufhebung des Klosters durch die Republik Venedig.
Das heutige Gebäude ist das Ergebnis eines Wiederaufbaus, der 1891 auf demselben Standort der mittelalterlichen Pfarrei stattfand. Die Ausrichtung der heutigen Kirche ist im Vergleich zur ursprünglichen Struktur aus dem 15. Jahrhundert umgekehrt, im Zusammenhang mit der städtebaulichen Entwicklung des Dorfes entlang der Hauptstraße.
Dennoch bewahrt das Innere wichtige künstlerische Zeugnisse verschiedener Epochen: ein barocker Hauptaltar und ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, das die Dormitio Beatae Mariae Virginis darstellt. Die Kirche stellt somit eine Synthese aus historischer Erinnerung, religiöser Kontinuität und den Veränderungen der Stadtlandschaft der Euganeischen Hügel dar.