Villeggendo kommt auf das Schloss Valbona: Donnerstag, 9. Juli präsentiert Enrico Galliano “Das Herz geht nicht schlafen”.
Es gibt ein Alter, in dem alles brennt, besonders die Liebe. Und es gibt ein anderes, in dem selbst die Liebe wie ein Fehler erscheint. Aber so sehr du auch versuchst, dich zu verstecken oder vor dir selbst zu fliehen, dein Herz wird sich nicht täuschen lassen. Das Herz schweigt manchmal, aber es schläft nie. Sasha ist sechzehn Jahre alt, hat eine unruhige Seele und ein Geheimnis. Als der Vertretungslehrer für das Fach Recht – der seltsame, der nur über Kunst spricht – kommt, fühlt sie sich zum ersten Mal wirklich gesehen. Mit ihm entwickelt sie eine intime Sprache, die es ihr ermöglicht, zu sagen, was sie nicht sagen konnte. Sie verlieben sich. Doch der Professor weiß, dass sie sich dieses Gefühl nicht erlauben können. Sie hingegen versteht es nicht. Alessandra ist über vierzig und hat ein Leben, das scheinbar ohne Erschütterungen ist: ein Ehemann, eine Tochter, neue Parkettböden, einen guten Job. Eines Tages wird sie gebeten, ein Gutachten über das Wandgemälde eines berühmten Künstlers zu erstellen, dessen Identität jedoch unbekannt ist und der seit langem verschwunden ist. Vor dem Wandgemälde bricht etwas in ihr. Eine Stimme, die sie geglaubt hatte, beigesellt zu haben, ist zurückgekehrt, und sie kann sie nicht mehr ignorieren. Sasha und Alessandra wissen es noch nicht, aber bald werden sie sich dort treffen, wo sich für beide ein Riss öffnet. In seinem berührendsten Roman erinnert uns Enrico Galiano daran, dass die Liebe niemals um Erlaubnis fragt. Dass sie uns Angst macht, gerade weil sie uns offenbart. Dass je stärker sie ist, desto weniger können wir ihr in die Augen sehen.