Im Inneren des Doms von Santa Tecla führt eine seitliche Treppe zur Kapelle des Heiligen Valentins, einem der intimsten und eindrucksvollsten Orte der Atestiner Spiritualität. Ein zweiter Zugang vom Vorplatz, beim Glockenturm, ermöglicht es, dieses versteckte Ambiente zwischen Kunst und Hingabe zu entdecken.
Die Kapelle wurde 1627 von der Ehrwürdigen Bruderschaft vom Tod und Gebet in Auftrag gegeben und als kleine Nave über der Sakristei des Doms errichtet. 1687 wurde sie mit dem Bau des eleganten Chorraums erweitert. 1674 wurde dort in Anwesenheit von San Gregorio Barbarigo ein Körper entgegengenommen, der einem Märtyrer namens Valentin zugeordnet wurde, der aus den römischen Katakomben stammt, nach dem der Oratorium benannt ist.
Das Innere zeichnet sich durch große Helligkeit und einen reichen malerischen Zyklus von 23 Gemälden aus: Die ältesten, die Girolamo Zurlo zugeschrieben werden, erzählen die Passion Christi, während die späteren das Volksglauben zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert bezeugen. Besonders wertvoll sind auch die hölzernen Chorstühle von 1689, die kunstvoll von Antonio Cattani und Giovanni Di Rossi geschnitzt wurden.
Heute ist die Kapelle des Heiligen Valentins zu religiösen und kulturellen Anlässen zugänglich und bewahrt ihre intime Atmosphäre, in der Kunst, Geschichte und Glauben im Herzen des Doms miteinander verwoben sind.
Öffentlich anlässlich des jährlichen Festtags des Heiligen Valentins und auf Initiative der Pfarrei des Doms.